Polynukleotide in Nürnberg: Hautregeneration mit PDRN
Mit den Jahren verliert die Haut an Feuchtigkeit, Spannung und Dichte. Dieser Prozess ist natürlich und lässt sich nicht aufhalten, aber verlangsamen. Polynukleotide, auch unter dem Begriff PDRN bekannt, gehören zu den regenerativen Verfahren der ästhetischen Medizin: Sie füllen keine Falten auf, sondern regen die Haut an, sich selbst zu erneuern. In der Praxis von Dr. Fatima Barhoum in Nürnberg werden sie gezielt eingesetzt, um die Hautqualität auf natürliche Weise zu unterstützen.
Was sind Polynukleotide (PDRN)?
Polynukleotide sind kurze Ketten aus gereinigter DNA, die aus Lachs gewonnen werden. Diese Herkunft klingt zunächst ungewöhnlich, ist aber medizinisch gut begründet: Die DNA-Fragmente sind dem menschlichen Erbmaterial sehr ähnlich, werden vom Körper gut vertragen und lösen nur selten allergische Reaktionen aus.
Fachlich werden zwei verwandte Wirkstoffe unterschieden. PDRN (Polydeoxyribonucleotide) besteht aus kürzeren DNA-Ketten und wirkt vor allem entzündungshemmend und zellanregend. Polynukleotide (PN) bestehen aus längeren Ketten und unterstützen zusätzlich den Aufbau des umgebenden Bindegewebes. Beide zählen zu den sogenannten Biostimulatoren: Sie behandeln nicht nur die Oberfläche, sondern regen die körpereigene Regeneration in der Tiefe an.
Wie wirken Polynukleotide auf die Haut?
Polynukleotide wirken auf mehreren Ebenen, weniger an der Oberfläche als in der Tiefe der Haut:
Feuchtigkeit: Sie binden Wasser im Gewebe und unterstützen die Feuchtigkeitsversorgung der Haut.
Kollagen und Elastin: Sie regen die Fibroblasten an, körpereigene Strukturproteine zu bilden, die der Haut Festigkeit und Elastizität geben.
Schutz: Sie wirken antioxidativ und können die Hautzellen vor oxidativem Stress schützen, wie er durch UV-Strahlung und Umwelteinflüsse entsteht.
Hauttextur: Feine Linien, ein unebenes Hautbild und ein fahler Teint können sich verbessern, ohne dass die Behandlung sichtbar wird.
Entzündungshemmung: Aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung eignen sie sich auch bei empfindlicher oder zu Rötungen neigender Haut sowie als regenerative Begleitung nach anderen ästhetischen Behandlungen.
Ablauf der Behandlung
Am Anfang steht ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die Haut analysiert und ein individueller Behandlungsplan erstellt wird. Die Behandlung selbst verläuft in der Regel so:
Reinigung und Desinfektion der Haut, bei Bedarf eine betäubende Creme
Injektion der Polynukleotide mit einer feinen Nadel in die Zielbereiche, etwa Gesicht, Augenpartie, Hals oder Dekolleté
Dauer je nach Areal etwa 20 bis 45 Minuten
Nach einer kurzen Kühlung kann die Praxis direkt wieder verlassen werden
Für ein gleichmäßiges Ergebnis wird meist eine Serie von drei bis vier Sitzungen im Abstand von drei bis vier Wochen empfohlen. Eine Auffrischung etwa einmal jährlich trägt dazu bei, das Ergebnis zu erhalten.
Wann sind Ergebnisse sichtbar?
Polynukleotide wirken nicht wie ein Filler, der sofort auffüllt. Sie regen die Haut zur Selbsterneuerung an, und das braucht Zeit. Dafür entwickelt sich das Ergebnis allmählich und wirkt natürlich:
Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich erste Veränderungen von Hauttextur und Feuchtigkeit.
Nach vier bis sechs Wochen tritt die Anregung von Kollagen und Elastin deutlicher hervor.
Nach der vollständigen Serie entsteht ein insgesamt gleichmäßigeres, festeres Hautbild, das über längere Zeit anhält.
Für wen sind Polynukleotide geeignet?
Polynukleotide eignen sich für ein breites Spektrum an Patientinnen und Patienten, insbesondere für:
Personen ab etwa Mitte 30, die erste Zeichen der Hautalterung wie feine Linien, Trockenheit oder nachlassende Spannung bemerken.
Menschen mit empfindlicher oder zu Rötungen neigender Haut.
Patientinnen und Patienten, die eine regenerative Ergänzung zu Hyaluron oder Botulinumtoxin suchen.
Personen mit vorzeitiger Hautalterung, etwa durch intensive Sonneneinstrahlung oder Rauchen.
Wo die Grenzen liegen: Polynukleotide ersetzen keine Volumenbehandlung. Bei ausgeprägtem Volumenverlust oder erschlaffter Haut sind sie nicht das richtige Mittel. In der Schwangerschaft und Stillzeit, bei akuten Hautinfektionen im Behandlungsbereich oder bei bekannter Fischallergie wird die Behandlung nicht oder nur nach sorgfältiger ärztlicher Abklärung durchgeführt. Was im Einzelfall sinnvoll ist, wird im Beratungsgespräch besprochen.
Häufige Fragen
Polynukleotide werden in der regenerativen Medizin seit Längerem eingesetzt und sind hochgereinigt. Die Verträglichkeit gilt als gut, allergische Reaktionen sind selten. Mögliche Gegenanzeigen werden vor der Behandlung im Beratungsgespräch geklärt.
Die Injektionen werden meist als leicht unangenehm, aber gut verträglich empfunden. Auf Wunsch wird vorab eine betäubende Creme aufgetragen.
Das Ergebnis einer vollständigen Serie hält in der Regel mehrere Monate bis über ein Jahr. Eine jährliche Auffrischung trägt dazu bei, es zu erhalten.
Ja. Polynukleotide lassen sich gut mit Hyaluron, Botulinumtoxin oder Microneedling kombinieren und werden häufig als regenerative Ergänzung eingesetzt.
Polynukleotide (PDRN) sind ein regeneratives Verfahren, das die Haut zur Selbsterneuerung anregt. Es unterstützt Feuchtigkeit und Hautqualität auf natürliche Weise, ohne Volumen aufzufüllen.
| Dauer | ca. 20–45 Minuten |
| Sitzungen: | 3–4 im Abstand von 3–4 Wochen |
| Erstes Ergebnis: | nach 4–6 Wochen |
| Haltbarkeit: | mehrere Monate bis über ein Jahr |
Kosten
| Einzelsitzung Gesicht: | ab 300 € |
| Augenpartie: | ab 300 € |
| Hals / Dekolleté: | ab ca. 300–450 € |
Die Behandlung ist eine Selbstzahlerleistung. Die Abrechnung erfolgt individuell nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der jeweils gültigen Fassung. Der genannte Preis ist ein Richtwert; der tatsächliche Betrag richtet sich nach Aufwand und Umfang im Einzelfall.